Reishi

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Ganoderma – der König der Heilpilze

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Ganoderma Lucium (med.) / Reishi (jap.) / Lin Chi (chin.)

Ganoderma_lucidumDer Heilpilz Reishi und seine Geschichte

Ganoderma lucidum wird in der chinesischen und japanischen Volksmedizin seit ca. 4000 Jahren verwendet (Zhao & Zhang, 1994), besonders in der Behandlung von Hepatopathien, chronischer Hepatitis, Hypertonie, Arthritis, Neurasthenie, Insomnia, Bronchitis, Asthma und Magenulcera (Kabir et al, 1988). Im Ben Cao Gang Mu (a.D. 1578), Chinas berühmtesten Arzneimittelbuch, wird erläutert, dass der „andauernde Gebrauch von Ling Zhi das Gewicht verringert und die Lebenserwartung erhöht“ (Huang, 1993). Man dachte seinerzeit, dass die pharmakologischen Wirkungen des Ganoderma lucidum auf seine Farbe zurückzuführen sind. Tatsächlich besitzt Ling Zhi viele verschiedene Eigenschaften, die vom Wachstumsstandort abhängig sind (Jong und Birmingharii, 1992). Während der Ming Dynastie (1368-1644) wurde er Qi Zhi oder „roter Pilz” genannt. Man sagte ihm nach, dass er dem Herz gut tut (Yeung, 1985). In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Ling Zhi in die höchste Klasse der Tonika eingeordnet. Es gibt viele chinesische und japanische Berichte über Menschen mit Krebs oder anderen degenerativen Krankheiten, die lange Reisen auf sich nehmen, um Ling Zhi bzw. Reishi zu finden.

In der Vergangenheit wuchs Reishi nur in geringen Mengen wild, so dass er sehr teuer war. In den letzten 20 Jahren war man allerdings in der Kultivierung von Ganoderma lucidum erfolgreich und konnte ihn so erreichbar und erschwinglich machen (Willard, 1990). Der Pionier in der Reishi-Kultivierung war Shigeaki Mori, ein Japaner, der 15 Jahre seines Lebens damit verbrachte, eine Kultivierungsmethode zu entwickeln. Wild gewachsene Reishisporen setzte er auf präpariertes Pflaumenbaum-Sägemehl. Moris Wachstumsprozess braucht ca. 2 Jahre vom Anfang bis zum Ende. Er kultiviert mit seiner Methode den akashiba (roter Reishi). Der „gehörnte Reishi“, der traditionell als der Seltenste und Wertvollste der Reishis angesehen wird (Matsumoto, 1979), wächst in einer kontrollierten Umgebung mit einem hohen Kohlendioxidanteil.

Zusätzlich zu den medizinischen Indikationen wird Reishi im Orient als Talisman benutzt, um einen Menschen oder das Zuhause gegen Böses zu schützen (Matsumoto, 1979).

Die Liste der Krankheiten und Beschwerden, bei denen sich Reishi traditionell als Naturheilmittel bewährt hat ist lang. Reishi erwies sich immer wieder hilfreich bei

  • Leber und Nierenleiden
  • Chronischer Bronchitis und Asthma
  • Allergien
  • Bluthochdruck
  • Erschöpfung, chronischer Müdigkeit
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Infektionen und Entzündungen aller Art
  • Diabetes
  • Magen und Darmgeschwüren
  • Herz Kreislauferkrankungen
  • Schlaflosigkeit
  • Krebserkrankungen, auch deren Vor und Nachsorge
  • Wechseljahre und Altersbeschwerden
  • Hauterkrankungen
  • Nervenschwäche, Ängste und Depressionen
  • Fibromyalgien und Schmerzen aller Art

Nach wie vor stammen die meisten Studien zum Reishi aus Asien und den USA. Nach anfänglicher großer Skepsis schätzt man inzwischen jedoch auch in der modernen westlichen Schulmedizin und Naturheilkunde die vorzüglichen Eigenschaften des Vitalpilzes.

Reishi wirkt nachweislich:

  • Immunsystem und Herz stärkend
  • Leber schützend
  • Antiallergisch
  • Antibakteriell
  • Antioxidativ und entgiftend
  • Tumon Hemmend
  • Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin senkend
  • Anregend und Leistung stärkend
  • und harmonisierend

In Deutschland nutzen inzwischen hinderte naturkundlich orientierte Ärzte und Heilpraktiker den Reishi als universelles Naturheilmittel, um vielen Beschwerden und Erkrankungen erfolgreich zu begegnen. In Japan ist der Reishi Pilz als Medikament in der Krebstherapie zugelassen.